Tiefglühende Adern ziehen sich pulsierend über das schwarze Feuerholz. Es ist, als wäre etwas Lebendiges geboren, aus Asche, Flammen und Dunkelheit.
Das Feuer züngelt, leckt, dringt tiefer in die Spalten, um aus dem Holz etwas zu machen, was nur Hitze vermag.
Kommst du zu nahe, brennt es sich in deine Haut, berührt deine tiefsten Schichten, wärmt noch stundenlang nach, ächzend, stöhnend.
Es ist ein Tanz von Werden und Vergehen, von Geburt und Wiedergeburt. Das Licht, das einst das Holz formte, brennt nun lichterloh, ein letzter Aufschrei, bevor die Flammen alles verzehren.
Wie sinnlich dieser Moment ist: Der Geruch von Feuer, Hitze, Haut. Die Wärme, die Glut, das tiefe, satte Rot.
Ein Geschmack wie Freiheit, wenn die Muskeln immer weicher werden, die Gedanken im Lodern zur Ruhe kommen.
Mein Blick ruht,
mein Herz brennt,
meine Seele stöhnt.
Sehnt sich nach Worten, nach Rauch, nach den Gesängen, die noch meine Urahnen am Lager kannten.
Ich schaue in das Feuer – und ich schaue in die Vergangenheit, in die Zukunft, in alles auf einmal.
Es ruft mich.
Immer wieder.
Immer noch.
Und ich lausche.
Dem Knacken im Holz,
Dem Werden der Glut,
Den Flammen in meiner Brust.
