Warum genau hier die meisten Frauen sich selbst verlieren
Die Rauhnächte sind vorbei.
Die Kerzen runtergebrannt.
Die Notizen gemacht und fein säuberlich im Schrank verstaut.
Du denkst: Klasse! Die Stille hatte ihren Raum.
Und dann kommt er wieder:
der Alltag.
Verpflichtungen. Erwartungen. Tempo. Wäsche. Funktionieren.
Und eine spirituelle Szene, die dir subtil zuflüstert:
„Halte die Schwingung hoch. Bleib positiv. Verlier nicht, was du erkannt hast.“
Hier sage ich etwas, das sich kaum jemand traut:
Wenn du versuchst, das Gefühl der Rauhnächte festzuhalten, verrätst du ihre Botschaft und verfehlst den Zweck.
Die unbequeme Wahrheit über Integration
In der spirituellen Welt wird viel über Erkenntnisse gesprochen.
Über Downloads. Visionen. Klarheit.
Aber kaum über das, was danach kommt.
Integration ist nicht erhebend.
Integration ist entzaubernd.
Denn sie konfrontiert dich mit genau dem Punkt, an dem Spiritualität nicht mehr trägt –
sondern Charakter gefragt ist.
Lass es mich ganz ehrlich sagen:
Viele Frauen scheitern hier nicht, weil sie „nicht diszipliniert genug“ sind.
Sondern weil ihnen niemand sagt, wie radikal banal echte Integration ist.
Warum die meisten Rauhnächte wirkungslos verpuffen
Hör mir zu, Liebes: Nicht, weil du sie „falsch gemacht hast“.
Sondern weil sie nicht in den Körper geholt werden.
Erkenntnisse ohne Handlung sind emotionale Selbstberuhigung.
Und ja – das ist hart.
Aber ehrlich.
Wenn sich nach den Rauhnächten nichts ändert, war es keine Schwelle des Übergangs – sondern schlicht ein Rückzugsort. Ein bisschen Erholung vom Alltag.
Versteh mich nicht falsch:
Und Rückzugsorte sind wertvoll. Sie helfen uns, zu regenerieren.
Aber die nackte, wilde Wahrheit lautet: sie ersetzen kein Leben.
Wirkliche Integration – jenseits von Ritualen
Integration heißt nicht:
- weiter räuchern
- die Karten täglich ziehen
- „in Verbindung bleiben“
Integration heißt:
Dein Leben lässt nicht mehr zu, dass du dich selbst übergehst.
Und genau das macht Angst.
3 radikal ehrliche Wege, die Rauhnächte in den Alltag zu integrieren
1) Lass eine Erkenntnis konkret werden – nicht zwölf
Die größte spirituelle Falle ist Überforderung durch zu hohen Anspruch.
Du brauchst nicht alles umzusetzen.
Du brauchst eine Wahrheit, die Konsequenzen hat.
Frage dich:
- Wo habe ich in den Rauhnächten etwas erkannt, das ich sonst vermeide?
- Was würde sich ändern, wenn ich es ernst nehme – nicht symbolisch?
Integration beginnt nicht mit Inspiration,
sondern mit einer Entscheidung, die unbequem ist.
2) Hör auf, deine Erkenntnisse schönzureden
Viele Frauen übersetzen ihre Rauhnachts-Erfahrungen in weiche Sprache,
um sie alltagstauglich zu machen.
Das klingt dann so:
„Ich darf liebevoller mit mir sein“
„Ich möchte mehr auf mich achten“
Bullshit!!! (Verzeih mir.)
Die eigentliche Wahrheit klingt oft so:
- „Ich gehe über meine Grenzen, um Konflikte zu vermeiden.“
- „Ich bleibe in Situationen, die mich aushöhlen.“
- „Ich sage Ja, obwohl alles in mir Nein schreit.“
Integration heißt, dir selbst nicht mehr auszuweichen – sprachlich wie praktisch.
3) Finde die Stille in dir – statt sie im Außen zu suchen
Viele Frauen wollen nach den Rauhnächten die Stille bewahren.
Das ist verständlich.
Und unmöglich.
Stille ist kein Zustand.
Stille ist eine Haltung.
Sie zeigt sich:
- wenn du langsamer antwortest, statt sofort zu reagieren
- wenn du Pausen aushältst, ohne sie zu füllen
- wenn du Unklarheit stehen lässt, statt sie wegzuerklären
- Wenn du deine Regeneration priorisierst, statt sie zwischen Termine zu stopfen
Die tiefste Integration passiert mitten im Lärm – nicht im Rückzug.
Was in der spirituellen Szene kaum jemand sagt
Spiritualität schützt dich nicht vor Konflikten.
Sie macht sie unausweichlich.
Wenn du nach den Rauhnächten ehrlicher lebst, wirst du:
- anecken
- enttäuschen
- Erwartungen brechen
- alte Rollen verlieren
Und genau deshalb steigen viele hier aus.
Nicht, weil sie nicht „weit genug“ sind –
sondern weil sie spüren,
dass Wahrheit ihren Preis hat.
Und jetzt der eigentliche Punkt
Die Rauhnächte wollten dich nicht beruhigen.
Sie wollten dich wach machen.
Nicht für ein besseres Selbstbild.
Sondern für ein echteres Leben.
Wenn du nach ihnen wieder genauso lebst wie vorher, waren sie eine Pause.
Wenn sich etwas verschiebt – in deinem Tempo, still und kompromisslos ehrlich – dann haben sie ihren Zweck erfüllt.
The Healing Wild sagt:
Integration ist keine Technik.
Sie ist die Entscheidung, dich nicht mehr zu verraten –
auch dann nicht, wenn niemand zuschaut.
Du willst mehr?
Die Rauhnächte sollen nicht einfach so verpuffen – aber du weißt nicht, wie?
Deshalb habe ich The Year of the Untamed Moon ins Leben gerufen:
- 12 Dunkelmonde, die in die Tiefe gehen, Schatten sichtbar machen und Transformation bieten.
- 12 Vollmonde, die integrieren und im Leben verankern. Eine Anleitung zur Fürsorge nach der Arbeit.
Ein Jahr, ein Rhythmus. Zyklisch.
Ungezähmt.
Ganz in deinem Tempo.

Vielen Dank für deine Bemühungen und insbesondere die inspirierenden Beiträge. Für mich waren deine Beiträge viel Neuland. Viele Emotionen kamen hoch , die lange endlich gesehen werden wollen. Die Rituale und die Erkenntnisse in den Alltag weiter zu führen…..bringt die tiefe Stille, den Raum in dir und schützt vor dem Alltag der fast ausschließlich nur von negativen Nachrichten geprägt ist. Bin dir sehr dankbar liebe Maren.
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